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I'll be your mirror |
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Glatt. Glänzend. Oberflächlich.
Voller Formen und mit einer undefinierbaren Anzahl von Farben und Schattierungen blendet mich das Bild. Das Bild weist mich zurück und zieht mich zugleich in seinen Bann. Was kommt hier alles zusammen? Beachte ich mit dem ersten Blick auch meine Gefühle wird mir schummerig, fast schwindlig ob der angedeuteten Themen. Krieg. Ich fühle mich eingeladen, tiefer zu schauen. Ja fast gezwungen. Ist die glatte Oberfläche ein Trick? Soll mich dieser Trick in die eigene Wahrnehmung bringen wie oberflächlich oft mein erster Blick ist? Ist nicht die Oberfläche glatt, sondern bin ich der schnell erkennende Mensch des 21. Jahrhunderts über unsere mediale Gesellschaft selbst zur Oberfläche geworden? Nur in mir regt sich der Widerstand! Ich bin nicht glatt. Ich bin nicht Oberfläche. Die Tiefe schlummert oft verborgen hinter unzähligen Bildern, Farben und Bewegungen. Sie gilt es zu entdecken. Die Tiefe ist vor allen Dingen dann gefährlich, wenn wir die Aufmerksamkeit verlieren. Wenn ich an der Oberfläche mit dem Schauen beginne und mir Zeit nehme, kann ich in viele Erzählungen eintauchen. Plötzlich wirkt das Bild mit seiner glatten, glänzenden Oberfläche wie ein Spiegel. Ein Spiegel der mit mir spricht. Er erzählt von meinem Leben mit Bildern. Ein Spiegel der mir von meinem Leben erzählt und mir Bilder anbietet, die ich in meiner Oberflächlichkeit oft im Alltag übersehe. |
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Ich kann meine Seele sehen in den Tiefen des Spiegel-Bildes. Ich versuche mich zu wehren und denke, da hat wieder ein Künstler allzu viel Biografisches von sich auf ein Panel gehoben. Ein Spiegel der mir von meinem Leben erzählt und mir Bilder anbietet, die ich in meiner Oberflächlichkeit oft im Alltag übersehe. Ich kann meine Seele sehen in den Tiefen des Spiegel-Bildes. Ich versuche mich zu wehren und denke, da hat wieder ein Künstler allzu viel Biografisches von sich auf ein Panel gehoben. Doch meine Gefühle nehmen mich in Besitz und mein Denken wird freundlicher, anschaulicher. Die Welt des Künstlers wird mir gleichgültig. Ich kann in meine Seele schauen. Das Androgyne ist zunächst das Verworrenste in meiner Seele. Die Freundschaft ist Schwarz. Freundschaft ist das Erkennen im Anderen, im Fremden und das war in der ursprünglichen Bedeutung Kunst. Will ich wirklich Freundschaft mit dem Fremden? Wenn nicht habe ich dann Freunde oder Verdopplungen Meiner Selbst? Was weiß ich dann von der Welt? Mir wird immer klarer, dass mich mein Spiegel-Bild aus meiner Enge befreit. Ich kann lächeln. Die Begegnung mit mir in diesem Spiegelbild überwindet meine geistige Enge und das geschieht in angenehmer Weise. Die Energie des Bildes - über Farben und Formen vermittelt - beruhigt mich. Nimmt mich geradezu in den Arm. Umarmt mich. Ich sehe Liebe und ich sehe die Kraft des Liebens in meinem Spiegel-Bild. Christian Jacobs im Juli 2006. |
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